Ein schlichtes Cover.

Ein schlichtes Cover.

„Wir haben eine Umfrage gemacht“, sagt vertriebLa.

PhiAuteria sitzt mit ihrem Kaffee vor zwei Buchcovern.

„Ich weiß.“

„Auf Instagram.“

„Ich war dabei.“

„Cover eins oder Cover zwei.“

„Mhm.“

vertriebLa betrachtet die Entwürfe. Dann PhiAuteria. Dann wieder die Entwürfe.

„Und?“

PhiAuteria lächelt.

„Ich glaube, ich weiß jetzt, was mir wichtig ist.“

vertriebLa setzt sich neben sie.

„Erzähl.“

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Eigentlich hat alles mit einem Kunstwerk angefangen.

Mit Farben, verschlungenen Linien und einer Figur, die irgendwann so viel zu sagen hatte, dass aus dem geplanten Produkttext eine Geschichte wurde.

Dann mehrere Kapitel.

Dann „Das NarrenKasterl“.

Ein Storybook über Kunst, Selbstwert, Freude, eigene Entscheidungen und die ziemlich interessante Frage, wie wir etwas erschaffen können, das zu unserem Leben passt.

Darin begegnen sich PhiAuteria und vertriebLa. Sie öffnen Türen, stellen Fragen, lachen ausgesprochen viel und entwickeln nebenbei ein ganzes Universum.

Und irgendwann sitzen sie wieder vor dem Bild, mit dem alles begonnen hat.

Nur sehen sie inzwischen mehr darin.

Die Arbeit. Die Fähigkeiten. Die Möglichkeiten.

Und die Freude daran, dass aus etwas, das einmal nur als Idee da war, tatsächlich etwas geworden ist.

Jetzt bekommt diese Geschichte ein Buchcover.

Was zunächst nach einer überschaubaren Aufgabe klingt.

vertriebLa räuspert sich.

„Wir haben inzwischen Erfahrung mit überschaubaren Aufgaben.“

✦

Cover eins oder Cover zwei?

Wir haben euch auf Instagram gefragt.

Zwei Entwürfe gezeigt. Die Frage geöffnet. Eure Perspektiven eingeladen.

Und während ich darüber nachgedacht habe, welches Cover ihr wählen würdet, wurde mir meine eigene Frage immer klarer:

Wie soll es sich anfühlen, dieses Buch bei sich zu haben?

In einer Tasche.

Auf dem Tisch im Café.

Im Zug, zwischen zwei Stationen.

Neben dem Bett.

Vielleicht im Büro, wo es jemand in der Mittagspause aufschlägt und anschließend offen liegen lässt, weil der Kaffee fertig ist.

Ich wünsche mir ein Buch, mit dem Menschen sich in diesen Momenten wohlfühlen können.

Eines, das sie gerne mitnehmen.

Das ganz selbstverständlich zu ihren Dingen gehören darf.

Die Umfrage hat mir geholfen, genauer hinzusehen. Und dabei ist mir aufgefallen: Die Entscheidung hängt auch davon ab, was ich selbst mit diesem Buch ermöglichen möchte.

Ihr gebt mir eure Wahrnehmung.

Ich darf daraus meine Entscheidung machen.

vertriebLa nickt.

„Wir dürfen Menschen nach ihrer Meinung fragen und anschließend unsere eigene haben.“

PhiAuteria hebt ihre Tasse.

„Das ist ein sehr angenehmes Konzept.“

Das Cover bleibt schlicht.

Diese Schlichtheit gefällt mir.

Sie gibt dem Buch etwas Selbstverständliches. Einen ruhigen Auftritt. Raum, es erst einmal in die Hand zu nehmen und selbst herauszufinden, was einen darin erwartet.

Mir ist wichtig, dass es sich für seine Leserinnen und Leser gut anfühlt, wenn es irgendwo liegt. Dass sie es mitnehmen können, wohin sie möchten.

Was außen sichtbar wird, gehört schließlich auch zum Alltag der Person, die das Buch bei sich trägt.

Vielleicht möchte sie gerade neugierig sein.

Vielleicht lesen.

Vielleicht einfach ihren Kaffee trinken und später an derselben Stelle weitermachen.

Das Buch darf sie dabei begleiten.

vertriebLa betrachtet den schlichten Entwurf.

Eine Weile sagt sie nichts.

Dann:

„Ich finde, ich komme darin sehr gut zur Geltung.“

PhiAuteria schaut sie an.

„Du bist auf diesem Cover gar nicht abgebildet.“

vertriebLa lächelt zufrieden.

„Ich spreche vom Buch. Ich habe inzwischen literarische Präsenz.“

Und das Bild?

Das Bild bleibt das Besondere.

Das PhiAuteria-Original, um das sich diese ganze Geschichte entwickelt hat.

Mit seinen Farben. Seinen Mustern. Seiner eigenen Sprache.

Es hat einen eigenen Auftritt verdient.

Und ich finde den Gedanken wunderschön, dass man ihm im Laufe der Raumzeit begegnet.

Vielleicht kennst du zuerst das Kunstwerk und entdeckst später das Buch.

Vielleicht liest du die Geschichte, stöberst irgendwann durch die Galerie und bleibst plötzlich vor diesem Bild hängen.

Vielleicht siehst du erst die Farben.

Dann die Figur.

Und auf einmal fällt etwas zusammen.

„Ah.“

Eine kleine Pause.

„Du bist das.“

Ich mag solche Begegnungen.

Wenn etwas eine Weile neben dir herläuft und plötzlich Bedeutung bekommt.

Wenn du ein Motiv wiedererkennst, weil du inzwischen eine Geschichte damit verbindest.

Wenn aus einem Bild, das du ansiehst, ein Werk wird, zu dem du eine Beziehung hast.

Die Entdeckung darf ihren eigenen Zeitpunkt haben.

vertriebLa lehnt sich zurück.

„Ich werde also im Laufe der Raumzeit gefunden.“

„Möglicherweise.“

„Ausgezeichnet.“

„Du könntest auch einfach jemandem gefallen.“

vertriebLa legt eine Hand auf ihr Herz.

„Auch eine sehr schöne Begegnung.“

Was wir hier geschaffen haben

Inzwischen gehören mehrere Dinge zusammen.

Ein Originalkunstwerk.

Ein Storybook.

Die Idee, das Bild als Acrylständer in den Alltag mitzunehmen.

Und die Texte, Gespräche und kleinen Entscheidungen, durch die diese Verbindung sichtbar geworden ist.

Jedes davon darf einen eigenen Platz haben.

Das Buch erzählt.

Das Bild zeigt.

Der Acrylständer kann später auf einem Schreibtisch stehen und jemanden durch einen ganz gewöhnlichen Dienstag begleiten.

Und irgendwo dazwischen entdeckt ein Mensch seine eigene Verbindung dazu.

Vielleicht einen Gedanken, den er mitnehmen möchte.

Vielleicht eine Farbe, die ihm Freude macht.

Vielleicht diesen einen Satz, bei dem er kurz innehält und anschließend weiterliest.

Genau daran habe ich Freude: etwas zu erschaffen und dann zu erleben, wie andere Menschen ihm auf ihre Weise begegnen.

Eine Entscheidung, die sich nach mir anfühlt

Deshalb bleibt das Cover schlicht.

Weil ich mir dieses Buch im Leben seiner Leserinnen und Leser vorstelle.

Und weil das Kunstwerk seinen besonderen Moment behalten darf.

Danke, dass ihr bei unserer Coverfrage mitgedacht habt. Eure Perspektiven gehören zu diesem Entstehungsprozess. Sie helfen mir, meine eigenen Entscheidungen genauer zu verstehen.

PhiAuteria schließt die Entwürfe.

vertriebLa schaut auf das Buch.

„Gut.“

„Gut?“

„Ja. Wir haben entschieden.“

PhiAuteria lächelt.

„Das haben wir.“

Eine Weile sitzen sie zufrieden nebeneinander.

Dann greift vertriebLa nach dem Buch und legt es neben ihre Tasche.

„Ich nehme das mit.“

„Wohin?“

Sie zuckt mit den Schultern.

„Mal schauen.“

Dann grinst sie.

„Wir haben schließlich noch ein bisschen Raumzeit vor uns.“

PhiAuteria × vertriebLa

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